Dr. Wolfgang Heubisch

KALTENHAUSER und HEUBISCH: Sibler stiehlt sich bei Hightech Agenda aus der Verantwortung

Die Julius-Maximilians-Universität (JMU) in Würzburg soll einem Bericht der "Main-Post" zufolge stärker von der Hightech Agenda Bayern profitieren. Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) habe diesbezüglich auf jeweils sechs neue Professuren und Mitarbeiterstellen in der Informatik verwiesen – ohne diese jedoch zuzuordnen.

Dazu der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Dr. Helmut Kaltenhauser: "Sibler stiehlt sich hier aus der Verantwortung. Die Raumfahrt-Informatik ist ein bundesweites Alleinstellungsmerkmal der Universität Würzburg, die weltweit große Beachtung findet. Um diese etablierte Ausnahmestellung dauerhaft zu stärken, muss die Aufgabenzuordnung zwischen den bayerischen Forschungsstätten inhaltlich klar abgesteckt werden. Dass die Staatsregierung den Würzburger Forschern nur die Rolle eines Juniorpartners zuweisen will, ist inakzeptabel. Sibler muss sich eindeutig zur spezialisierten Exzellenz-Forschung in Würzburg und der Region bekennen."

Dr. Wolfgang Heubisch, wissenschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, erklärt dazu: "Sibler macht es sich zu einfach. Sein bloßer Appell an die Uni Würzburg, künftig mehr mit der neuen Münchner Raumfahrtfakultät zu kooperieren, wird am Ende verpuffen. Damit die bayerische Raumfahrtfahrtforschung konkurrenzfähig ist und bleibt, braucht es gut durchdachte Konzepte. Hier scheint Sibler weiter planlos."

*Anmerkung: Die „Main-Post“ hatte sich unter anderem aufgrund einer Anfrage der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag an das Wissenschaftsministerium gewandt und nachgefragt, weshalb die Raumfahrtforschung (Kleinstsatelliten) an der Uni Würzburg keine Berücksichtigung in der Hightech Agenda der Staatsregierung findet.